Salsa Reisen
Ecuador Rundreisen mit Reisehandbuch Autor Volker Feser
"Alexander von Humboldt Reise - Kolibri -
Anden, Amazonien und die Galápagos Inseln
16 Tage Ecuador Erlebnisreise"
Weiter Programme stehen hier als PDF zum Download zur Verfügung:
-> 21 Tage Ecuador - Galápagos
-> 24 Tage Ecuador - Galápagos
->
17 Tage Peru - Ecuador - Galápagos
-> 23 Tage Peru - Ecuador Galápagos
-> 8 Tage Karibik - Providencia - Cartagena
-> 6 Tage Karibik - Providencia - Panamá
Mehr Programme, Bilder zu den Reisen und Karten finden sie auf unsere Hauptseite:
-> hier gehts zur Hauptseite (Flash Plugin erforderlich!)
01. Tag >Fr: Ankunft in Ecuador / Quito Colonial
02. Tag >Sa: Otavalo Markt / Cuicocha Lagune / Hacienda Pinsaquí
03. Tag >So: Avenida der Vulkane / Haciendas La Ciénega & San Augustín
04. Tag >Mo: Sanfter Nacken des Mondes / Wellness über den Wolken
05. Tag >Di: Vom Páramo ins Amazonasbecken
06. Tag >Mi: Im tropischen Regenwald
07. Tag >Do: Über die Wasserfallroute zum Chimborazo
08. Tag >Fr: Teufelsnase & Ingapirca Ruinen
09. Tag >Sa: Cuenca Altstadt
10. Tag >So: El Cajas / Guayaquil
11. Tag >Mo: Galápagos Kreuzfahrt / North Seymour
12. Tag >Di: Galápagos Española & San Cristóbal
13. Tag >Mi: Galápagos Lobos Island / Kicker Rock / Punta Pitt
14. Tag >Do: Galápagos Black Turtle Cove / Kolibris im Nebelwald
15. Tag >Fr: Bellavista Reservat / Pululahua Krater / Äquatorlinie / Quito Colonial
16. Tag >Sa: Quito Colonial / Rückflug nach Europa
->Preise und Serviceleistungen
Gesamtes Programm inkl. "Preise" als PDF Dowload
Inbegriffen Frühstück F+, Mittagessen M+, Box Lunch BL+, Abendessen A+
Bienvenidos en San Francisco de Quito!
1. Tag / Freitag / Ankunft in Quito mit KLM am Vormittag, mit Iberia am späten Nachmittag oder andere Alternative wie Continental, American Airlines, Delta oder Lufthansa. Transfer zum intimen kolonialen First Class Hotel Villa Colonna (****) mitten im Herzen der Altstadt, oder alternativ in der engelshaften Mansión del Angel (****) im Ausgehviertel La Mariscal. Spaziergang durch Quito Colonial: Spanische Plazas, andalusische Fassaden und eine fantastische Jesuitenkirche, der schönste Gottestempel auf dem amerikanischen Kontinent. Willkommensabendessen a la Carta (drei Gänge frei zur Auswahl) in einem ausgesuchten Lokal mit Blick auf das Lichtermeer der Altstadt, die zwischen den beiden Andenkordilleren wie in den Himmel gehängt zu sein scheint. Diese City-Tour durch Quito Colonial kann auch am vorletzten NM oder letzten VM eingebaut werden.
A+
-> top
Markt und Kunsthandwerk in Otavalo / Cuicocha Kraterlagune / Hacienda Pinsaquí
2. Tag / Samstag / Zweistündige Fahrt über die Panamericana Norte - die „Straße der Seen“ – zu einem der grössten indianischen Märkte von Südamerika. Dieser findet jeden Samstag in den Straßen von Otavalo statt: Wollpullover, Wandteppiche, Panamá-Hüte, Ponchos, Hängematten, Schmuck und Antiquitäten. Die Otavaleños haben mit ihrer Webkunst ein kleines Wirtschaftswunder vollbracht und sich zu den reichsten Eingeborenen Amerikas gemausert, ohne dabei alten Traditionen untreu zu werden. Kurze Panorama Wanderung bei der Hacienda Los Pinos weit über den Ufern der 3.300m hohen Cuicocha Kraterlagune. Regionaltypisches Mittagessen. Siesta und Abendmenü in der geschichtsträchtigen Hacienda Pinsaqui (***/****) mit ihrem wunderschönen Araukarien- und Palmengarten. Übernachtung in einer riesigen Kamin-Suite aus republikanischer Zeit. Zwischen den gleichen dicken Wänden pflegte sich Anfang des 19 Jhdts. der „Befreier von Südamerika“ Simón Bolívar auf seinen langen Reisen durch Gran Colombia auszuruhen. Reine Fahrzeit an diesem Tag etwa 3 Std., Wanderung 1 bis 2 Std.,
F+, M+, A+
-> top
Avenida der Vulkane / Hacienda La Ciénega / Hacienda San Augustín de Callo
3. Tag / Sonntag / Fahrt über pittoreske Andendörfchen auf einem himmlisch holprigen Pflastersteinsträßchen, abseits der Panamericana und herkömmlicher Touristenpfade: Bauern in Trachten oder hoch zu Ross, bunte Flickenteppichfelder, verrunzelte Lehmhäusschen mit moosbedeckten Ziegeldächern, alte Gutshöfe, handgefertigte Stickereien, viel unverfälschtes Landleben sowie der höchste Punkt auf der Äquatorlinie, die Südflanken des 5.790m hohen Gletscherriesen Cayambe. Bei Machachi fädeln wir auf die Humboldtsche „Avenida der Vulkane“ ein. Links und rechts der Straße zeigen sich bei schönem Wetter gleich mehrere 5.000er Gipfel. Mittagessen in der mondänen, über 300 Jahre alten Hacienda La Ciénega, wo einst auch der Berliner Baron, Naturwissenschaftler und „Wiederentdecker Amerikas“ Alexander von Humboldt zu speisen pflegte. Am NM etwa zweistündiger Ausritt auf zuverlässigen Pferden, die sehr anfängerfreundlich sind. Abendessen und Übernachtung in einer der wenigen urigen Suiten in der Hacienda San Augustín de Callo (***/****) am Rande des Cotopaxi Nationalparkes: Viele Wände dieses frühkolonialen Landgutes bestehen aus original fugenlosen Inkamauern mit Trapezfenstern. Die filmreife und einzigartige Hacienda wurde einst direkt über einem Tempel des Sonnenkönigs Tupac Yupanqui gebaut: meterdicke Lehmwände mit Inkasteinen, grosse Wandgemälde, alte Badewannen, Bolleröfen und beeindruckende Kamine. Der kontrakulturelle Geheimtipp im ecuadorianischen Andenhochland. Reine Fahrzeit etwa 4 Std.
F+, BL+, A+
Der am 14. September 1769 in Berlin geborene blaublütige Geograph und Pflanzenkundler Alexander von Humboldt galt als der „Wiederentdecker Amerikas“. Er gelangte Anfang Januar 1802 nach Ecuador und begann zuerst die innerandine Region zu erkunden, die er begeistert „Avenida der Vulkane“ nannte. Es wäre dem leidenschaftlichen Naturliebhaber fast die Erstbesteigung des Chimborazo gelungen, damals als höchster Berg der Erde betrachtet. Im Golf von Guayaquil fand er nicht nur seine Messwerte über kalte und warme Meeresströme bestätigt (Humboldt-Strom), sondern schrieb auch die ersten Kapitel über die „Geographie der Gewächse“, in denen der Zusammenhang von mannigfaltigen Vegetationszonen auf ihren unterschiedlichen Höhenlagen erörtert wird: Die feuchtheiße Tieflandzone, die gemäßigte Zentralzone und die kalte Hochlandzone. Diese weisen entgegengesetzte, jedoch voneinander abhängige Ökosysteme auf, die selbst innerhalb dieser Hauptzonen variieren und so ein kompliziertes ökologisches Gleichgewicht schaffen. Inspiriert durch den abrupten Übergang vom Meer bis hin zum Gipfel des Chimborazo, schuf Humboldt damit die Grundlagen für die heutige moderne Pflanzenkunde.
-> top
Sanfter Nacken des Mondes / Wellness über den Wolken
4. Tag / Montag / Über ein holpriges Staubsträßchen geht es früh in den Cotopaxi Nationalpark hinein. Wildpferde grasen manchmal auf der windgepeitschten Schwemmlandebene zu Füssen des mit 5.896m höchsten aktiven freistehenden Vulkankegels der Erde. Aus dem Quichua übersetzt bedeutet das Wort Cotopaxi etwa “sanfter Nacken des Mondes”. Kurze Wanderung an der vogelreichen Limpiopungo Lagune und Besichtigung einer alten Inka-Raststätte im Hinterland des Nationalparkes. Auf Wunsch etwa 45-minütiger Aufstieg vom 4.500m hohen Parqueadero zur 4.800m hohen Schutzhütte. Wir verlassen den Nationalpark über ein uraltes, aussichtsreiches Pflastersteinsträsschen und fahren hinauf in die Ostkordillere. Über den 4.050m hohen Jungfrauenpass gelangen wir zu den Thermalquellen von Papallacta (3.400m). Badespaß in den unterschiedlich heissen Becken und Whirlpools dieser außergewöhnlichen und im Einklang mit der Natur harmonisierenden Spa-Anlage im Schatten des 5.704m hohen Antisana. Kolibris und andere Vögel sind beim Baden bereits mit blossem Auge zu beobachten. Wellness-Programm mit Hydro- und Aromatherapiemassagen. Mittag- und Abendessen a la Carta (ganz nach Wunsch von der Speisekarte) sowie Übernachtung im wunderschönen Rancho Hotel Posada de las Termas (***/****): Hier kann in der kalten sternenklaren Andennacht ein Gläschen Alkohol draußen direkt vor dem beheizten Schlafzimmer genossen werden, in ganz intimen Heisswasserbecken. Salsa Reisen spendiert dazu eine Flasche ausgezeichneten argentinischen oder chilenischen Rotwein pro Teilnehmerpaar. Reine Fahrzeit etwa 4 Std.
F+, M+, A+
-> top
Vom Páramo ins Amazonasbecken
5. Tag / Dienstag / Auf den kurvenreichen Spuren des Amazonas-Entdeckers Francisco de Orellana gelangen wir innerhalb weniger Stunden von der Ostkordillere hinunter in den feuchttropischen Regenwald des Amazonasbeckens. Bei klarer Sicht aussichtsreiche Stopps unterwegs. Nach etwa 3 Std. ist auf 400 Höhenmetern der Río Napo erreicht, direkter Zufluss des Río Amazonas und noch 3.500 km von seiner Mündung in den Atlantik entfernt. Mit einem starken Einbaum-Aussenborderkanu geht es in knapp 1 Std. vom Sandstrand des pittoresken Dschungeldörfchens Misahuallí (Mittagessen) flussabwärts zur Liana Jungle Lodge (**) am dichtbewachsen Ufer des Seitenflüßchens Río Arajuno. Am NM Rundgang durch die „offene“ Tierauffangstation AmaZOOnico Viele der einst verwundeten oder gefangenen Tiere wollen oder können nicht mehr ausgewildert werden. Sie bleiben für immer im Umfeld der Lodge und des AmaZOOnico. So ist es nicht verwunderlich ein süsses Tamarinden- oder Zwergseidenäffchen auf der privaten Hängemattenterasse oder im „offenen Speisesaal“ zwischen Baumstammbänken, Baumstumpfstühlen, Baumrindenbarhockern und Brettwurzeltresen herumturnen zu sehen. Die gänzlich aus Naturmaterialien konstruierte jedoch ausreichend komfortable Lodge, besteht aus DZ-Cabañas mit Privatbädern, Verandas und luftigen Moskitonetzfenstern. Dschungeltiere kommen tagsüber zu Besuch. Nachts gibt es dafür keinen elektrischen Strom, nur romantisches Kerzenlicht. Die idyllisch versteckte Anlage mit üppiger tropischer Bepflanzung liegt direkt über dem Río Arajuno in einem privat geschützten Primär-Regenwaldgebiet (schweizerische Stiftung Selva Viva). Kurze aufregende Nachtwanderung. Eingeschlafen wird mit dem Dschungel Symphonieorchester.
F+, M+, A+
-> top
Im tropischen Regenwald
6. Tag / Mittwoch / Am VM mehrstündige Wanderung durch den tropischen Regenwald. Detaillierte Beobachtungen an Flora und Fauna, die notwendigen Gummistiefel werden gestellt: Urwaldriesen, Baumfarne, Vögel, Amphibien, Reptilien, ein paar aufgescheuchte Affen oder vielleicht irgendein anderes Säugetier. Am NM lassen wir uns in einem Einbaumkanu langsam auf dem Río Napo oder auf einem seiner Seitenarme dahintreiben. Baden und Relax. Mittag- und Abendmenü sowie Übernachtung in der Liana Jungle Lodge (**).
F+, M+, A+
Der Mythos von El Dorado, dem „goldenen Schlaraffenlande“ jenseits der Anden wuchs bereits während der Gründerjahre. Ende Februar 1541 machten sich 220 Spanier und 3.000 Indios auf den Weg von Quito ins „Lande des Zimtes“. Die Hoffnung, bei dem königlichen Unternehmen auch auf sagenumwobene Goldschätze zu stoßen, war für die Konquistadoren ein zusätzlicher Ansporn sich den unsäglichen Strapazen einer derartigen Expedition auszusetzen. Bis zu ihrer Ankunft am Río Napo im heutigen „Coca“ hatte Pizarro bereits den Verlust bzw. die Flucht der meisten Hochlandindianer sowie einen Großteil der Nahrungsmittel zu verzeichnen. Er schickte einen Spähtrupp unter Führung von Francisco de Orellana voraus und so verabschiedete sich ein Teil der geschwächten Mannschaft auf Flößen den Río Napo hinunter. Sie kamen nie zurück. Während Pizarro im Juni 1542 mit letzter Kraft Quito wieder erreichte (und dort wegen Hochverrates enthauptet wurde), gelangte Orellana am 14. Februar 1542 an einen riesigen Strom, den er ursprünglich für das offene Meer hielt. Auf der Weiterfahrt stießen die Entdeckungsfahrer auch auf eine Schar nackter weißer Kriegerinnen. Auf das einer griechischen Sage entsprungene Heer von Fabelwesen - den „Amazonen“ - sollte später der Name dieses größten und wasserreichsten Flusssystems der Erde lauten. Am 24. August 1542 erreichte Orellana nach unvorstellbaren Entbehrungen den erlösenden Atlantischen Ozean. Damit war die erste Durchquerung des südamerikanischen Kontinents vollbracht.
-> top
Über die Wasserfallroute hinauf zum Chimborazo
7. Tag / Donnerstag / Fahrt über eine Dschungelpiste nach Puyo und Río Negro. Dort bietet sich bei klarer Sicht ein grandioser Blick auf das sich ausladende Amazonasbecken. Entlang der Wasserfallroute über der gähnenden Pastaza-Schlucht geht es wieder hinauf in die Anden. Besuch des tosenden Pailón del Diablo Wasserfall bei Río Verde. Fahrt mit einer sehr abenteuerlichen Drahtseilbahn. Kurze Wanderung auf der anderen, fast menschenleeren Seite der hoch aufragenden Pastaza Schlucht. Mittagessen im fantastischen Panorama Restaurant Finca Chamanapamba zu Füssen des aktiven Vulkan Tungurahua (5.016m) nahe des Wallfahrtstädtchens Baños (1.800m). Weiterfahrt Chimborazo Massiv, wo wir auch den höchstgelegenen Bahnhof von Ecuador, die 3.618m hohe Estación Urbina erreichen. Aufgrund der Erdkugelwölbung im Äquatorbereich wurde lange Zeit geglaubt dass der 6.310m hohe „Chimbo“ der höchste Gipfel der Erde ist. Auf einer Art “Ur-Panamericana” aus dem Jahre 1865, einer fast prähistorisch zu nennenden Strassenverbindung zwischen Riobamba und Quito, geht es weiter: Verrunzelte Lehmhäuschen mit dicken Strohdächern, Bergbauern die sich sehr ungern fotografieren lassen. Die alte Pflastersteinstrasse für Kutschenverkehr ist teilweise in sehr schlechtem Originalzustand. Wir bekommen zum Lohn einen hautnahen Einblick in das rauhe, seit Jahrhunderten unveränderte Leben der Puruhaes-Bergindianer auf dieser abgelegenen Route am Chimborazo. Am späten NM erreichen wir auf himmlischen Um- und Abwegen Riobamba. Die ehemalige Landeshauptstadt streckt sich zwischen dem 5.320m Gletscher-Halbrund des Altar und dem Chimborazo wie eine gähnende Jungfrau im breiten Himmelbett der Turi-Hochebene hin. Abendessen a la Carta und Übernachtung in der eleganten Landgasthaus Abraspungo (****) am Stadtrand. Reine Fahrzeit an diesem Tag mindestens 6 Std. je nach Abstecher, Wanderung 1-2 Std.,
F+, M+, A+
Alexander von Humboldt erreichte im Jahre 1802 eine Höhe von fast 6.000m. Er sollte damit für die folgenden 80 Jahre den absoluten Höhenweltrekord halten und machte erst kehrt, nachdem ihn Schwindelanfälle befielen und er heftig aus der Nase zu bluten begann. Der erste Gipfelstürmer des Chimborazo verfügte weder über Schalenstiefel noch Goretex-Handschuhe. Als er fast 90-jährig für ein letztes Bildnis in seiner Heimatstadt Berlin posierte, bestand er darauf, dass der schneebedeckte Chimborazo als Hintergrund gemalt würde.
-> top
Mit der Schmalspurbahn zur Teufelsnase / Ingapirca Ruinen
8. Tag / Freitag / Urige Fahrt mit der Schmalspurbahn (privater Schienenbus) hinauf in die Westkordillere und durch die Hochebene von Tiocajas, wo einst die schwersten Kämpfe zwischen den Inkas und den vorrückenden Spaniern stattfanden. Es besteht die Möglichkeit auf dem Dach zu sitzen um besser fotografieren zu können. Nach wenigen Stunden stoßen wir im Zickzack die berüchtigte Teufelsnase hinunter. Unterwegs reichhalltiger Box-Lunch nach Hausmacherart. Weiterfahrt im Privatfahrzeug über die Panamericana Sur mit Abstecher zu den Ingapirca Ruinen. Geführter Rundgang. Ankunft in Cuenca erst mit Einbruch der Dunkelheit. Abendessen a la Carta in einem der beiden Top Restaurants der Altstadt: Villa Rosa oder El Jordan. Übernachtung in einer Suite in einem der republikanischen First Class Hotels Mansion de Alcázar (****) oder Crespo (****) mitten in der Altstadt. Reine Fahrzeit im Auto etwa 5 Std., im Schienenbus etwa 3,5 Std.
F+, BL+, A+
Für die ecuadorianische Geschichtsschreibung stellt die „Teufelsnase“ nicht nur ein Epoche machendes architektonisches Meisterwerk dar. Sie gilt als konfliktreiches Symbol zwischen Vergangenheit und Zukunft, Hochland und Küste, Feudalismus und Fortschrittsglauben, Katholizismus und Kakaoboom. Gerade dieser Streckenabschnitt wurde für Tausende von Arbeitern zum Alptraum. Das Projekt verschlang irrsinnige Summen und wollte zu keinem Ende führen. Erdrutsche, Epidemien und Sabotageakte machten monatelange Arbeiten zunichte. Die Kirchenfürsten und Großgrundbesitzer des Hochlandes waren gegen den Schienenstrang aus Angst ihre kostenlosen Arbeitsknechte und ihren isolationsbedingten Wohlstand zu verlieren. Die Kutscher bangten um ihre Gewinnspannen. Eine wochenlange Odyssee über die westliche Andenkordillere wurde auf zwei Tage reduziert und das feudale Hochland dem internationalen Kommerz zugänglich gemacht.
-> top
Cuenca: Kulturstadt mit Provinzcharme
9. Tag / Samstag/ Mehrstündiger Spaziergang durch die Altstadt: Plätze, Märkte, Blumen, Kirchen, Kunst, Kultur und El Barranco. Cuenca ist die angenehmste Stadt in den ecuadorianischen Anden. Besuch des Panamahut-Museums und einer echten Panamahut-Werkstätte. Regionaltypisches Mittagessen im einem populären Cuenca-Lokal. Der NM steht zur freien Verfügung. Wie wäre es z. B. mit einem Einkaufsbummel durch die zahlreichen Artesania-Läden, einem Besuch in einem der zahlreichen Museen oder einem exquisiten “Banana Boat” in einer der besten Eisdielen von Ecuador ? In Cuenca wird auf kunsthandwerklichem Niveau viel Geboten: elegante Lederjacken, feinste Panama-Strohhüte, farbenfrohe Gebrauchskeramik, filigraner Silber- und Goldschmuck. Abendessen auf eigene Faust, wir geben dazu die guten Tipps. Übernachtung im Mansión de Alcázar oder Crespo (****). Fahrzeiten von max. 30 Minuten.
F+, M+
-> top
Von den Anden zur „Perle des Pazifik“
10. Tag / Sonntag / Fahrt von Cuenca durch das Hochlandreservat El Cajas, ein von über 200 Lagunen gespeistes Feucht-Biotop mit teils unberechenbaren Wetterstürzen und uriger, von Flechten, Moosen, Bromelien und Polylepiswäldchen überzogener Hochlandvegetation. Bis zu dreistündige Wanderung im Bereich der Lagune Toreadora. Box-Lunch oder Forellenmenü. Nach einem windigen 4000er Pass geht es in wildesten Kurven hinunter zur Küstenebene. Fast wie in einem Lift gelangen wir in die Wärme der Tropen und bald prägen Kakao-, Kaffee-, Zuckerrohr- und Bananenplantagen das Bild. Hier wächst alles was man in die Erde steckt. Frische Früchte unterwegs. Nach der Páramo-Wanderung im Cajas Reservat haben wir plötzlich das Gefühl auf einem anderen „Planeten“ zu sein. Am NM errreichen wir Guayaquil über die drei Km lange Brücke der „Nationalen Einheit“, an der Mündung des mächtigen Río Guayas, dem größten Wassereinzugssystem der amerikanischen Pazifikküste. Am späten NM und frühen Abend genussreicher Spaziergang zum nostalgischen Leguanpark, entlang der modernen Uferpromenade Malecón 2000 und zum aussichtsreichen Künstler- und Gründungsviertel von Las Peñas. Guayaquil hat viele reizvolle exotische Nischen, die den Charme der einstigen „Perle des Pazifik“ wieder aufleben lassen. Maritimes Abendessen in einem ausgesuchten Restaurant. Übernachtung im zentralen First Class Grand Hotel Guayaquil (****). Reine Fahrzeit etwa 4 Stunden, Wanderung von bis zu 3 Std.,
F+, BL/M+, A+
-> top
Die Verzauberten Inseln
11. Tag / Montag / Am VM Flug von Guayaquil auf die Galápagos Inseln. Gleich von der Flughafeninsel Baltra aus startet unsere Kreuzfahrt mit drei Übernachtungen an Bord des First Class Schiffes M/V Legend, gebaut 2001 bei den Howaldtswerken in Hamburg: bis zu 90 Passagiere, Länge 92m, Crew 61 plus 6 englischsprachige Naturführer. Mittagsbüffet bereits an Bord. Erster Besucherstandort am NM ist Seymour Norte: Auf dem flachen steinigen Inselchen brüten Fregattvögel hoch oben in den Büschen. Pelikane, Blaufußtölpel, Lachmöwen, Seelöwen und Klippenkrabben geben sich ein Stelldichein. Fette Landleguane kriechen durchs Gebüsch und eine hier endemische, sich auch an Land ernährende Meeresechsenart, treibt ihr Unwesen. Auch Schnorcheln ist möglich. Neugierige Seelöwen schlagen dabei ihre Pirouetten im Wasser. Abendessen und Übernachtung an Bord
F+, M+, A+
Es gibt kaum einen Ort auf dieser Welt, wo sich Tiere leichter in freier Wildbahn beobachten lassen als im Galápagos Archipel. Trotz jahrhundertelanger Schlächtereien durch Piraten, Walfänger, Pelzjäger und Kolonisten zeigen die Tiere keinerlei Scheu. Um nicht auf deren Nistplätze oder die Tiere selbst zu treten, dürfen Besucher nur auf vorgeschriebenen Pfaden in Gruppen von bis zu 16 Teilnehmern wandern. Das begehrte Motiv sitzt früher oder später sowieso direkt am Wegrand vor der Linse. Die beste Zeit, um die Tiere zu beobachten, ist am frühen Morgen und späten Nachmittag. In der Mittagshitze tauchen die Meerechsen oft den Ozeangrund ab und auch die Seevögel haben besseres zu tun als für die Kameras zu posieren. Auf jeder Insel bekommt der Besucher Seelöwen, Meerechsen, Klippenkrabben, Lavaechsen und Darwinfinken zu sehen. Auf den meisten Inseln finden sich Blaufußtölpel, Tropikvögel, Pelikane, Gabelschwanzmöwen, Spottdrosseln und Galápagos Bussarde. Auf vielen Inseln gibt es Maskentölpel, Fregattvögel, Seeschwalben und Lavamöwen. Auf nur wenigen Inseln begegnet man Riesenschildkröten, Landleguanen, Flugunfähigen Kormoranen, Pinguinen und Rotfußtölpeln. Und nur auf Española kann der Albatros auch beim Brüten beobachtet werden.
-> top
Galápagos Española & San Cristóbal
12. Tag / Dienstag / Genovesa liegt im nordöstlichsten Winkel des Archipels. Es gibt zwei aussergewöhnliche Besucherstandorte: Den eingebrochenen Vulkankrater Darwin Bay mit Korallenstaubstrand sowie die steilen Prince Phillip’s Steps. Letztere führen zu den Brutplätzen der Rotfuß-, Blaufuß- und Maskentölpel, Pracht- und Bindenfregattvögel, Lava- und Gabelschwanzmöven. Am Ufer tummeln sich Wellenläufer und Sturmtaucher. In der grünschimmernden Bucht ziehen manchmal Hammerhaie ihre Kreise. Schnorcheln ist möglich. Alle Mahlzeiten und Übernachtung an Bord
F+, M+, A+
-> top
Galápagos Lobos Island / Kicker Rock / Punta Pitt
13. Tag / Mittwoch / Española gehört zu den Höhepunkten im Galápagos Archipel. Die artenreiche Punta Suárez am westlichen Inselzipfel beheimatet Maskentölpel, Blaufußtölpel, Albatrose, Tropikvögel, Fregattvögel, Galápagos-Bussarde und rotgrün gesprenkelte Meerechsen. Dazu gibt es ein großartiges Klippen-Panorama mit fontänensprühenden „Blowholes“. Am NM besuchen wir das Centro de Interpretación mit Chroniken zur Galápagos-Siedlungsgeschichte auf der Insel San Cristóbal. Alle Mahlzeiten und Übernachtung an Bord
F+, M+, A+
-> top
Galápagos Black Turtle Cove / Kolibris im Nebelwald
14. Tag / Donnerstag / Am VM Black Turtle Cove: Verzweigte Mangrovenbucht mit unterschiedlichen Stelzwurzelpflanzenarten an der Nordküste von Santa Cruz. Zu beobachten sind neben Reihern mitunter kopulierende Meeresschildkröten, Rochen und Haie. Ein recht ausgefallener Besucherstandort zum Abschluss der Kreuzfahrt. Flug von Baltra nach Quito gegen 11 Uhr. Ankunft in der Landeshauptstadt gegen 14 Uhr 30. Aufregende Fahrt direkt vom Flughafen im Norden der Stadt über die kurvenreiche wie verkehrsfreie „Birdwatcher-Route“ und das abgelegene Andendörfchen Nono hinunter in die subtropischen „Märchenwälder“ des Noroccidente. Vom Flughafen raus aus der Millionenstadt über einen alten Pass und liebliche Viehweiden sind es nur 15 Minuten! Quito ist voller Überraschungen. Nebelschwaden durchkämmen dann bald die von Moosen, Lianen und Bromelien umrankten Bäume der dicht bewaldeten Höhenrücken. Dutzende von Kolibris geben sich ein Stelldichein im idyllischen Bellavista Cloudforest Reservat. Abendessen mit Bier und Wein im geodäsischen Bambusdom der Lodge. Übernachtung in einem urigen Nebelwald Gemach (***). Reine Fahrzeit 1,5 Std.
F+, M+ im Flieger, A+
-> top
Kolibris im Nebelwald / Pululahua Krater / Äquatorlinie
15. Tag / Mittwoch / Etwa zweistündige Wanderung mit spektakulärem Birdwatching am frühen Morgen nach 6 Uhr: über 300 Arten beheimaten das Reservat, darunter farbenprächtige Felsenhähne, Bergtukane, Andenfasane, Papageien, Spechte, Quetzales, Antpittas, Motmots oder Tangaren. Am späten VM Rückfahrt in Richtung Quito. Mittagessen im Panorama Restaurant El Cráter mit Blick in den riesigen Pululahua Vulkankrater. Besuch des indianischen Inti Ñan Freiluftmuseums beim Mitad del Mundo Äquatormonument: zwischen den Nachbildungen von präkolumbischen Behausungen befindet sich auch die die exakte Äquatorlinie, was mit einem auf dem Nagel stehenden Ei und dem plötzlichen Richtungswechsel des Wasserstrudels beim Abfliessen bewiesen wird. Der spätere NM in Quito steht zur freien Verfügung. Am Abend Besuch des experimentellen indianischen Tanz- und Folkloreballetts Jacchigua oder anderes ethnokulturelles Happening bzw. Aufführung. Übernachtung in einer Suite im Hotel Villa Colonna (****) in der Altstadt oder in der Mansión del Angel (****) im Viertel La Mariscal.
F+,M+
Von Alaska bis Feuerland gibt es 320 Kolibriarten. Dabei weist Ecuador mit allein 131 Arten die grösste Vielfalt auf. Neben rasanten Luftsprüngen und vertikalen Hubschrauberstarts können Kolibris als einzige Vögel auch rückwärts fliegen. Dabei schlagen ihre Flügel bis zu 80 Mal pro Sekunde. Das einzige was sie praktisch nie tun, ist auf dem Boden landen. Die kleinsten Arten wiegen etwa zwei Gramm und ihr Herz schlägt bis zu 1.200 Mal pro Minute. Ihre schillernden Farben werden nicht durch Pigmentierung sondern durch die Struktur der Federn ausgelöst. Darum erreichen sie ihre volle Farbenpracht nur bei ganz bestimmtem Licht. Ein einzelner Kolibri fliegt täglich bis zu 1.000 Blüten an um so genügend Nektar sprich Kalorien aufzunehmen. Manche Kolibris saugen dadurch ein mehrfaches an ihrem Körpergewicht auf. Wenn der Mensch dies auch täte, bräuchte er im täglichen Vergleich etwa 150 Kilo Nahrung und über 1.000 Bierkrüge an Flüssigkeit.
-> top
Quito Colonial / Rückflug nach Europa
16. Tag / Donnerstag / Frühstück, Transfer zum Aeropuerto und Rückflug nach Europa
F+
-> top
Preise und Serviceleistungen
Preis pro Person 3.990 Euro bei „nur“ zwei Teilnehmern im Doppelzimmer bzw. Doppelkabine an Bord, 3.725 Euro bei 4 Teilnehmern, 3.550 Euro bei 6 Teilnehmer, 3.390 Euro ab 8 Teilnehmer; in Superior Außenkabine oder Moon Suite an Bord der M/V Legend, Aufschlag Junior Suite Kabine 220 Euro pro Person, Aufschlag Legend Suite Kabine 360 Euro pro Person, Einzelzimmeraufschlag auf dem Festland 580 Euro, Einzelkabinenaufschlag an Bord auf Anfrage. Alle Preise beinhalten folgende Leistungen:
Alle Übernachtungen in ausgesuchten Hotels, Haciendas und Lodges bzw. Schiffskabinen; alle Frühstücke (Büffet, Americano oder Tropical); nahezu Vollpension: Mittagessen a la Carta, als Menü, Büffet oder Box-Lunch an den Tagen 2,3,4,5,6,7,8,9,10,11,12,13,14*,15 (Menü am Tag 14* im Galápagos Flieger); Abendessen a la Carta oder als Menü an den Tagen 1,2,3,4,5,6,7,8,10,11,12,13,14; Tafel- oder Mineralwasser, Saft oder Softdrink zu allen inbegriffenen Mahlzeiten; alle privaten Transfers und Transporte zu Land (komfortables 4 x 4 Fahrzeug bei 2-3 bzw. Mini Van ab 4 Teilnehmer), zu Wasser (Galápagos Kreuzfahrt, Río Napo Kanufahrten) und die Flüge Guayaquil – Baltra - Quito; auf dem Festland kenntnisreicher einheimischer deutschsprachiger Reiseleiter-Fahrer (bei 2-3 Teilnehmern) oder deutschsprachige Reiseleitung und zusätzlicher Fahrer (ab 4 Teilnehmer); vom Nationalpark authorisierter englisch- oder deutschsprachiger Naturführer auf den Galápagos Inseln; zusätzliche lokale Naturführer; alle Ausflüge und Aktivitäten wie im Programm beschrieben; Eisenbahnfahrt; komplettes Schnorchelequipment; Eintrittsgebühren für den Cotopaxi Nationalpark, für das Bellavista Nebelwald Reservat, für Kirchen und Klöster in Quito und Cuenca, für die Ingapirca Ruinen, für die Papallacta Thermalquellen inklusive Spa; eine einstündige Aromatherapie-Massage pro Teilnehmer, eine Flasche argentinischen oder chilenischen Rotwein pro Teilnehmerpaar; Tickets für das Jacchigua Folkloreballett; ein Willkommens- und ein Abschiedscocktail; alle gesetzlich vorgeschriebenen Mehrwert- und Servicesteuern, sowie inländische Flughafen- und Gemeindesteuern;
NICHT inbegriffen im Reisepreis sind der Flug nach Ecuador; die ecuadorianischen Flughafenausreisesteuern von 38 US-Dollar (Stand 2007); Mittagessen an den Tagen 1,16; Abendessen an den Tagen 9,15,16; alkoholische und extra nicht-alkoholische Getränke; Eintrittsgebühren für den Nationalpark Galápagos (100 US-Dollar Stand 2007); eine Galápagos Tourist Tax von etwa 10 US-Dollar pro Person (wird 2007 eingeführt); Trinkgelder und persönliche Ausgaben;
-> top